Institut für Sportdiagnostik

Leistungsdiagnostik, Trainingsanalyse und -steuerung im Triathlon

Föhrenbach, R.

Vorbemerkungen

Hohe körperliche Belastungen in Ausdauersportarten hinterlassen nachhaltige Änderungen im Stoffwechselsystem sowie auf strukturell-morphologischer und zentralnervaler Ebene. In Marathon-, Rad- und Triathlonwettkämpfen von zwei- bis achtstündiger Dauer spielt bei 85- bis 100prozentigem aeroben Energieanteil vor allem die Verwertung der freien Fettsäuren als Substrat bei hohem Glykogenabbau und Gesamtenergieverbrauch eine dominierende Rolle.

Anhand der eigenen Ergebnisse und der Ergebnisse anderer Forscher von Studien an Marathonläufern (NEUMANN u.a. 1980, SJÖDIN/JAKOBS 1981, TANAKA u.a. 1984 u.a.) ließ sich darstellen, daß diejenigen Sportler mit der höheren Laufleistung in aerob-anaerober Stoffwechsellage bzw. für gegebene Laktatkonzentrationen im Blut auch die geringeren Gesamtzeiten im Wettkampf aufwiesen.

Aus dem Triathlonbereich liegen noch vergleichsweise wenig Daten aus spezifisch angelegten Untersuchungen vor, so daß das Hauptinteresse der vorliegenden Feldstudie an einigen Triathleten der deutschen Spitzenklasse darin lag, neben der Ermittlung der aeroben Leistungsfähigkeit in den drei Disziplinen auch ihre Zuordnung zu Wettkampf- und Trainingsdaten aufzuzeigen.

Die Möglichkeiten einer Steigerung der Stoffwechselkapazität mittels metabolisch-geschwindigkeitsoptimierter Trainingssteuerung werden dargestellt und diskutiert.

Untersuchungsmethodik

Untersuchungsgut/-gang

Es wurden insgesamt drei Triathletinnen (Alter: 27,6 ± 3,7 Jahre; Größe: 167,5 ± 7,5 cm; Körpergewicht: 59,3 ± 2,5 kg) und 13 Triathleten der deutschen Spitzenklasse (Alter: 23,9 ± 6,8 Jahre; Größe: 182,12 ± 4,81 cm; Körpergewicht: 74,66 ± 3,72 kg; Körperfettprozentanteil: 12,06 ± 1,81 %; Trainingsjahre 3,8 ± 1,3 Jahre; Trainingsaufwand: 20 bis 40 Std/Woche) untersucht.

Von sieben Personen (sechs männliche und eine weibliche) konnten leistungsphysiologische und trainingsmethodische Daten aus einer vergleichenden Untersuchung in der 11. und 18. Woche 1988 erhoben werden. In dem dazwischenliegenden Zeitraum fand ein Trainingslager mit einer allgemeinen Belastungssteigerung (Volumen, Intensität) statt. An beiden Untersuchungsterminen führten wir an drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils am Vormittag einen Feldtest in der Reihenfolge: Radfahren, Schwimmen und Laufen durch.

Die Blutentnahmen zur Laktatbestimmung erfolgten jeweils aus dem hyperämisierten Ohrläppchen vor den Tests nach der Aufwärmung (10 - 15 Minuten) sowie nach einer Belastungsstufe innerhalb 30 Sekunden bzw. nach Beendigung eines Tests in Abhängigkeit von dem zu erwartenden zeitlichen Maximum der Azidose im Blut in der ersten, dritten, fünften und siebten Minute.

Die bei 4 mmol/l Laktat berechnete Lauf-, Schwimm- oder Radgeschwindigkeit wird mit VLA4 bezeichnet. Ferner registrierten wir in den Feldtests (mit Ausnahme der Schwimmuntersuchung) den Herzfrequenzverlauf mit dem „Sporttester“ (PE 3000; Fa. Polar Electro, Finnland).

Testverfahren

Feldstufentest (Laufen; 4-6mal 2000 m)

Im Feldstufentest wurde entsprechend der Leistungsfähigkeit vier- bis sechsmal 2000 m auf einer Asphaltrundstrecke gelaufen (10 Prozent fester Waldboden). Die vorgegebenen Laufgeschwindigkeiten wurden von den erfahrenen Athleten selber mit Hilfe einer Uhr mit Zeitsollfunktionsmodus im Vergleich mit alle 100 m angebrachten Markierungen kontrolliert. Die Belastungsanstieggeschwindigkeit betrug 0,3 bis 0,35 m/s. Die Anfangsgeschwindigkeit variierte in Abhängigkeit von der individuellen Leistungsfähigkeit zwischen 3,3 und 3,8 m/s. Die Belastungsdauer der einzelnen Stufen lag zwischen sechs und neun Minuten - die Gesamtbelastungszeit im Mittel bei rund 45 Minuten.

Feldstufentest (Radfahren; 6- bis 7mal 4000 m)

Auf einer 400m-Radrennbahn mit leichter Kurvenerhöhung und normalem Straßenasphalt wurde mit 25 km/h die Fahrgeschwindigkeit bis zur subjektiven Erschöpfung erhöht. Somit resultierte in Abhängigkeit vom aeroben Leistungsstand ein Gesamtkilometerumfang im Test von 24 bis 28 km mit einer Gesamtzeit von 45 bis 51 Minuten. Die Belastungszeiten für die entsprechenden Geschwindigkeitsstufen verkürzten sich entsprechend von 9:36 auf 5:35 Minuten. Die vorgegebenen Geschwindigkeiten wurden in der Eingangsrunde innerhalb von 200 bis 400 m erreicht und im weiteren Verlauf mit Hilfe der an den Rennmaschinen angebrachten Computern bzw. von den Untersuchern alle 200 m kontrolliert.

Die größte Abweichung für eine Belastungsstufe betrug lediglich 5,5 Sekunden. Sechs bis acht Athleten wurden zusammen in einem Test belastet, wobei wir darauf achteten, daß ebenso wie im Wettkampf ein Mindestabstand von ca. 12 bis 15 m eingehalten wurde, um einen aus dem Windschatteneffekt resultierenden Vorteil und damit Unterschiede im Energiebedarf zu vermeiden.

Die mit einem Windmesser (Fa. Anemo) registrierte Windgeschwindigkeit lag in beiden Untersuchungen zwischen 0 und 1 Beaufort. Die individuell bevorzugten Übersetzungen für die vorgegebenen Geschwindigkeitsstufen wurden registriert.

Schwimmtest (Einstreckentest; 400 m submaximal; 100 m maximal)

Auf der Basis der methodischen Vorgehensweisen und Ergebnisse von MADER u.a. (1978, 81) und OLBRECHT u.a. (1985) wurden im Schwimmen nach 10 bis 15minütigem Einschwimmen zunächst 400 m submaximal mit ca. 80 bis 85 prozentiger Intensität zur aktuellen Leistungsfähigkeit zurückgelegt. Die individuell berechneten Schwimmgeschwindigkeiten kontrollierte ein erfahrener Trainer vom Beckenrand aus. Nach einer vollständigen Pause von ca. 35 min. schwammen die Triathleten 100 m maximal. In beiden Tests erfolgte der Start im Wasser durch Abstoßen vom Beckenrand.

Die VLA4, sowie die Belastungsvorschläge für das Training wurden mit dem von OLBRECHT (1985) erstellten Computerprogramm, basierend auf den eigenen Befunden, berechnet.

Wettkampf

Nach Triathlonwettkämpfen über die Kurz- (Venedig 1988), Mittel- (Roth 1989) und Langdistanz (Rodekro 1989) wurde Blut zur Laktatbestimmung entnommen. Die in Landau (19.07.1988) von sieben Untersuchungsteilnehmern erzielten Teilzeiten (Kurztriathlon) bezogen wir in die Diskussion mit ein.

Laktatbestimmung

Die vollenzymatische Laktatbestimmung erfolgte nach einem Mikroverfahren (Testbesteck der Fa. Behring) mit dem Technikon RA - 1000.

Statistik

Bei den angewandten statistischen Verfahren galten folgende Signifikanzschranken:

p > 0,005 nicht signifikant (*); p < 0,001 signifikant (**); p < 0,001 hoch signifikant (***)

Anhand der Messwerte wurden die Laktat-Leistungskurven mittels Kurvenlineal zeichnerisch oder durch Berechnung eines Polynoms dritten Grades rechnerisch ermittelt.

Untersuchungsergebnisse

Laktat- und Herzfrequenzverhalten-Diagramm Rad

Abbildung 1 Laktat- und Herzfrequenzverhalten bei stufenförmigem Belastungsanstieg von 25 bis 43 km/h vor und nach Trainingslageraufenthalt von sieben Triathleten der deutschen Spitzenklasse (Mittelwerte, Standardabweichung und Signifikanzen).

Feldstufentest (Radfahren)

Es wurde im Geschwindigkeitsbereich von 25 bis 43 km/h belastet, wobei die höchste Geschwindigkeitsstufe in der ersten Untersuchung von zwei Triathleten, in der zweiten Untersuchung von fünf Triathleten geschafft wurde.

Im Vergleich beider Test stellten sich in der zweiten Untersuchung auf den einzelnen Geschwindigkeitsstufen signifikant niedrigere Herzfrequenzen ein; die mittlere Blutlaktatkonzentrationen fielen ab 34 km/h ebenfalls niedriger aus. Der Unterschied auf den Stufen 25 und 40 km/h war signifikant.

Die im Mittel auf eine Laktatkonzentration von 4 mmol/l bezogen Radgeschwindigkeit (VLA4) stieg signifikant von 36,25 ± 1,93 um 2,99 auf 39,24 ± 2,24 km/h (Abbildung 1, Abbildung 2).

Feldstufentest (Laufen)

Die Eingangsgeschwindigkeit betrug 3,71 m/s (4:29,5 Minuten/1000 m). Im Vergleich der Höhe der mittleren Laktatkonzentrationen auf den Stufen ließen sich in der zweiten Untersuchung für die letzten drei Belastungen signifikant niedrigere Werte ermitteln. Die Herzfrequenzen lagen ebenfalls in der zweiten Untersuchung im Mittel 4 bis 10 Schläge/Minute niedriger (nicht signifikant).

Die im Mittel auf eine Laktatkonzentration von 4 mmol/l bezogene Laufgeschwindigkeit (VLA4)stieg signifikant von 4,74 ±0,44 um 0,11 auf 4,85 ± 0,5 m/s (Abbildung 2, Abbildung 3).

Feldtest (Schwimmen)

Die im Mittel bei 4 mmol/l Laktat erzielten Schwimmgeschwindigkeiten im submaximalen 400m-Test stiegen von 1,184 ± 0,059 m/s (5:37,8 Minuten) auf 1,204 ± 0,093 m/s (5:32,4 Minuten). Die Zunahme um 0,02 m/s (-5,6 s) war nicht signigfikant (Abbildung 2). Über 100 m betrug die mittlere Schwimmgeschwindigkeit bzw. Laktatkonzentration in der ersten Untersuchung 1,469 ± 0,106 m/s (68,07 s) bzw. 8,55 ± 1,71 mmol/l und 1,46 ± 0,087 m/s (68,6 s) bzw. 7,99 ± 1,2 mmol/l in der zweiten Untersuchung.

Aerobe Kapazität und Wettkampfleistung

Vergleichsdiagramm vor und nach Trainingslageraufenthalt

Abbildung 2 Vergleich der bei 4 mmol/l Laktat erzielten Radfahr-, Schwimm- und Laufgeschwindigkeit vor (I) (36,25 ± 1,93 km/h; 1,184 ± 0,059 m/s; 4,74 ± 0,44 m/s) und nach (II) (39,24 ± 2,24 km/h; 1,204 ± 0,093 m/s; 4,85 ± 0,5 m/s) Trainingslageraufenthalt von sieben Triathleten der deutschen Spitzenklasse (Mittelwerte, Standardabweichungen und Signifikanzen).

Zwischen den bei 4 mmol/l Laktat erzielten Testgeschwindigkeiten (V (m/s) bzw. (km/h) LA4) der zweiten Untersuchung und einem acht Wochen später stattfindenden Triathlon der Mitteldistanz (2,5 km/80 km/20 km) ließen sich folgende Beziehungen herstellen:

Schwimmen

Die mittlere VLA4 von neun Teilnehmern betrug 1,19 ± 0,12 m/s; im Vergleich hierzu betrug die mittlere Wettkampfgeschwindigkeit 1,45 ± 0,11 m/s. Zwischen der VLA4 und der im Wettkampf erzielten Schwimmgeschwindigkeit besteht eine hochsignifikante Beziehung (r = 0.9; p<0,001). Im Vergleich der Regressionsgeraden zur Linie gleicher Geschwindigkeiten (y = x) lagen im Wettkampf um ca. 0,26 m/s höhere Schwimmgeschwindigkeiten vor.

Radfahren

Die mittlere VLA4 von den neun Teilnehmern lag bei 39,9 ± 2,94 km/h; die mittlere Wettkampfgeschwindigkeit betrug 34,81 ± 2,04 km/h. Zwischen der VLA4 und der Wettkampfgeschwindigkeit ließ sich keine statistisch gesicherte Beziehung ermitteln (r = 0.51; p > 0,05).

Im Vergleich der Regressionsgeraden zur Linie gleicher Verhältnisse lagen im Wettkampf deutlich niedrigere Fahrgeschwindigkeiten um 6,5 km/h vor. Von den acht Athleten, die an einem vier Wochen früheren Kurztriathlon in Landau teilnahmen, wurde eine mittlere Wettkampfgeschwindigkeit von 37,4 ± 2,52 km/h im Vergleich zur VLA4 von 38,6 ± 3,2 km/h erzielt. Die in diesem Wettkampf vorliegende Beziehung zwischen der VLA4 und der Radgeschwindigkeit war signifikant (p < 0.01; r = 0.83; y = 12.28 + 0.65).

Laufen

Laktat- und Herzfrequenzverhalten-Diagramm Laufen

Abbildung 3 Laktat- und Herzfrequenzverhalten bei stufenförmigem Belastungsanstieg von 3,71 bis 5,01 m/s vor und nach Trainingslageraufenthalt von sieben Triathleten der deutschen Spitzenklasse (Mittelwerte, Standardabweichungen und Signifikanzen).

Die im Mittel errechnete VLA4 von acht Teilnehmern betrug 4,85 ± 0,43 m/s gegenüber 4,23 ± 0,32 m/s, die im Triathlon über die Mitteldistanz erzielt wurde. Zwischen der VLA4 und der Wettkampfgeschwindigkeit ließ sich eine signifikante Verbundenheit (r = 0.88; p < 0.01) ermitteln. Im Vergleich der Regressionsgeraden mit der Linie gleicher Verhältnisse lagen auch hier im Wettkampf niedrigere Geschwindigkeiten im Bereich von ca. 0,5 - 0,8 m/s vor.

Laktatkonzentrationen nach Kurz-, Mittel- und Langtriathlon

Anläßlich der Europameisterschaften 1988 im Kurztriathlon (Cavallino) registrierten wir im Mittel Laktatkonzentrationen von 5.37 ± 1,64 mmol/l (range: 2,42 - 8,23 mmol/l). Die auf das Geschlecht bezogenen Daten lauten: Frauen (n = 5): 4,61 ± 1,8 mmol/l Laktat; Männer (n = 13): 5,65 ± 1,48 mmol/l Laktat.

Nach dem Mitteltriathlon (Roth 1989) maßen wir von zehn Teilnehmern der Spitzenklasse 2,3 ± 0,7 mmol/l bzw. 2,27 ± 0,33 mmol/l und von sieben Triathletinnen mit Plazierungen von 1 bis 11 auf der Langdistanz (Rødekro).

Trainingsvolumen und -intensität

Das realisierte Training (n = 7) vor und zwischen den beiden Untersuchungen wurde hinsichtlich der durchschnittlichen wöchentlichen Trainingsumfänge und -geschwindigkeiten in den drei Disziplinen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen trainingsmethodischen Zielstellung ausgewertet.

  1. Kilometerumfang:
    • Schwimmen: 17,5 ± 5,2 km (range: 8 - 24 km)
    • Radfahren: 376,1 ± 67 km (range: 350 - 493 km)
    • Laufen: 65,5 ± 5,9 km (range: 55 - 71 km)
  2. Geschwindigkeiten:
    • Schwimmen:
      1. Dauerschwimmen: (>8'): 0,966 ± 0,117 m/s
      2. Intervalle: (2 - 8'): 1,208 ± 0,049 m/s
      3. Intervalle: (<2'): 1,331 ± 0,072 m/s
    • Radfahren:
      1. Dauerbelastung: 28,44 ± 2,09 km/h
      2. Intervalle: 41,5 ± 1,6 km/h
    • Laufen:
      1. Dauerlauf: 3,68 ± 0,26 m/s
      2. Tempolauf (lang): 4,50 ± 0,31 m/s
      3. Tempolauf (kurz): 5,70 ± 0,46 m/s

Diskussion

Aerobe Leistungsfähigkeit

Die in den einzelnen Disziplinen ermittelten Testleistungen bei einer Blutlaktatkonzentration von 4 mmol/l (VLA4, aerob-anaerobe Schwelle, MADER u.a. 1976 bzw. anaerobe Schwelle, KINDERMANN u.a. 1978) werden von uns in erster Linie als Referenzwert betrachtet. Bei hochausdauertrainierten Personen in Langzeitausdauersportarten befindet sich dieser Bereich bereits im steileren Anstieg der Laktat-Leistungskurve, so daß sich Meßfehler kaum einschleichen können.

Aus physiologischer Sicht liegt allen bekannten „Schwellenkonzepten“ zugrunde, daß in stufenförmigen Belastungstests diejenige Arbeitsintensität zu erfassen versucht wird, bei der die Laktatproduktion und -elimination im Gleichgewicht stehen und konstante O2-Aufnahmebedingungen vorliegen. In diesem eingeschwungenen Zustand wird die leichte Azidose über respiratorische Mechanismen kompensiert (Föhrenbach u.a. 1987, 1990), so daß hohe Belastungsumfänge unter Verwertung der freien Fettsäuren, die hier als dominierende Energiequelle zur Verfügung stehen, realisiert werden können.

Während es z.B. bei aerob untrainierten Personen (z.B. Sprintern) bereits bei sehr niedriger Belastung im Übergang zwischen einer Geh- und Laufbewegung (2,3 bis 2,5 m/s) zu einem Steady-state mit Laktatkonzentrationen um 5 mmol/l kommen kann, ist der hochausdauertrainierte Marathonläufer gerade so in der Lage, 2 bis 3 mmol/l für die Dauer von 2 bis 2,5 Stunden, jedoch mit 5,0 bis 5,5 m/s durchzuhalten (FÖHRENBACH 1986). Die während der Belastung tolerierbare Laktatkonzentration sinkt, da sich der hochausdauertrainierte Sportler mit ca. 80 - 90 Prozent sehr dicht an seiner maximalen Leistungsfähigkeit bei hohem Gesamtumsatz belastet (COSTILL u.a. 1969, COSTILL u.a. 1971, MARON u.a.1976), im Gegensatz zum Sprinter, der im bereich der VLA4 nur mit ca. 60 bis 75 Prozent der VO2 max. belastet wird.

Wenn wir die in der Untersuchung ermittelten VLA4-Werte mit bereits publizierten Daten der Lauf- und Schwimmspezialisten vergleichen, können wir feststellen, daß der im Laufen erhaltene Mittelwert von 4,84 m/s denjenigen männlicher 1500m-Läufer bzw. Marathonläuferinnen der nationalen Spitze entspricht. Die von zwei Triathleten (ehemals Leichtathleten) erreichten Höchstwerte um 5,4 m/s entsprechen jedoch schon der aeroben Kapazität der besten deutschen 5000m- und 10000m-Läufer. Lediglich von Langstrecken- und Marathonläufern internationalen Formats sind mit 5,5 bis 5,6 m/s höhere Werte in eigenen Felduntersuchungen nachgewiesen worden.

VLA4-Werte von unter 1,25 m/s wurden für männliche Nachwuchsschwimmer bzw. -schwimmerinnen der nationalen Elite gemessen und 1,3 bis 1,4 m/s für Schwimmer der nationalen Klasse und Schwimmerinnen mit internationalem Niveau. Die Spitzenwerte im Männerbereich liegen bei 1,45 bis 1,55 m/s (MADER u.a. 1980, OLBRECHT 1985, OLBRECHT u.a. 1985).

Auch im Vergleich zu diesen Daten entspricht der von den Triathleten errechnete Mittelwert von 1,2 m/s bzw. die beiden Spitzenwerte von 1,28 und 1,39 m/s einem guten aeroben Leistungsniveau. Aerobe Leistungsunterschiede im Schwimmen wirken sich in der zeitlich kürzesten Disziplin am geringsten aus, da eine Angleichung der Technik (Wasserlage) durch das Tragen von Neoprenanzügen vorliegt und auch da im Sog des Vordermannes zu schwimmen (Drafting-Effekt) eine energie- und zeitsparende Situation vorliegt.

Den Ergebnissen aus dem neu vorgestellten Radfeldstufentest können derzeit weder eigene Befunde noch solche aus der Literatur gegenüber gestellt werden. Die von Spitzentriathleten erreichten Zeiten von 40 bis 43 km/h über 40 km liegen jedoch nur 3 bis 4 km unter den Leistungen, wie sie von Junioren des Nationalkaders im Einzelzeitfahren über dieselbe Distanz erzielt wurden (mündliche Mitteilung, OEHME).

Als modulierender Faktor für diesen Vergleich muß im wesentlichen der Einfluß der vorangegangenen anaerob-laktaziden Belastung angesehen werden, die eine lokale und zentrale Ermüdung verursacht. Andererseits ergeben sich durch den im Triathlon erlaubten Aerolenker gegenüber dem Horn- oder Normallenker nicht zu unterschätzende aerodynamische bzw. energetische Vorteile.

Aerobe Leistungsentwicklung

In der zweiten Untersuchung nach Trainingslageraufenthalt errechneten wir, bezogen auf die VLA4, im Radfahren eine Leistungssteigerung von im Mittel 7,6 Prozent, im Laufen um 2,3 Prozent und im Schwimmen um 1,7 Prozent. Im Einklang hiermit stellten sich für gegebene Belstungsstufen niedrigere Herzfrequenzen ein.

Die Interpretationen der registrierten Änderungen muß in engem Zusammenhang mit der Dynamik der Periodisierung im Jahrestraining sowie mit den disziplinbezogenen Schwerpunkten im Trainingslager (Schwimmen, Radfahren) erfolgen.

In den vorbereitenden Trainingsphasen (November bis März) steht das Schwimm- und Lauftraining eindeutig im Vordergrund. Das Radtraining auf der Straße ist, klimatisch bedingt, reduziert und erfolgt teilweise alternativ auf der Rolle oder dem Radergometer (ENGELHARDT 1987, BREMER 1988). Von März bis Mai nimmt das Trainingsvolumen im Radfahren systematisch zu, während die beiden anderen Disziplinen eher eine Intensitätssteigerung erfahren (ENGELHARDT 1987, BREMER 1988).

Die deutlich gestiegene radspezifische aerobe Leistungsfähigkeit läßt sich somit recht einfach durch die zunehmende Anzahl von Trainingseinheiten erklären. Die geringen Verbesserungen im Schwimmen weisen trotz Schwerpunkt im Trainingslager darauf hin, daß aufgrund der ganzjahreszeitlichen Belastungsstruktur die untersuchten Sportler bereits in der ersten Untersuchung sehr dicht an ihrer maximalen aeroben Schwimmleistungsfähigkeit angelangt waren, so daß nur noch relativ geringe Steigerungsmöglichkeiten der aeroben Stoffwechselkapazität möglich waren. Die gestiegene oxidative Kapazität können wir sowohl als Folge eines akzentuierten Techniktrainings als auch eines dosierten Intervalltrainings mit bekannt günstiger aerober Trainingswirkung betrachten.

Obwohl der Trainingsumfang im Lauftraining aus trainingsmethodischen und klimatischen Gründen während des Trainingslagers (Jungferninseln) gegenüber der Vorbereitungsphase reduziert war, kam es ebenfalls zu einem signifikanten aeroben Zugewinn (Abbildung 2, Abbildung 3), dem sicherlich folgende Zusammenhänge zuzuordnen sind: Zur Entwicklung der oxidativen Kapazität sind solche Belastungsintensitäten notwendig, die die vorhandene oxidative Kapazität überschreiten (HULTMANN 1967, COSTILL 1970, COSTILL u.a.1973, GOLLNICK u.a. 1973, BUHL u.a.1981).

Der Schwerpunkt von Dauerbelastungen im Triathlontraining findet unter Bezugnahme auf die Trainingsanalyse im Vergleich zur Laktat-Laufgeschwindigkeits-Beziehung ebenso wie im Marathontraining (FÖHRENBACH 1987) bei niedrigen Laktatkonzentrationen von ca. 1 bis 2 mmol/l und ca. 60 bis 75 Prozent zur VO2 max. statt. Dabei werden vorwiegend Muskelfasern des Typs I und IIA rekrutiert und verlieren Muskelglykogen (GOLLNICK u.a. 1973, PIEHL 1975, VØLLESTAD u.a.1984). Bei höheren Laufgeschwindigkeiten wie z.B. in Tempodauerlauf- oder Intervallbelastungen werden jedoch zusätzlich, zunehmend Muskelfasern des Typs IIAB und IIB rekrutiert, die, ebenfalls mit oxidativen Enzymen ausgestattet, ihre Kapazität vergrößern (HENRIKSSON/REITMANN 1976), so daß die aerobe Leistungsfähigkeit weiter gesteigert werden kann.

Die Beziehung zwischen Test- und Wettkampfleistung

Im Vergleich zwischen den Testleistungen (VLA4) und den im Triathlon erzielten Geschwindigkeiten konnten wir mit Ausnahme des Teilabschnittes Radfahren(Stein) signifikante Beziehungen aufzeigen (vgl. den Abschnitt Aerobe Kapazität und Wettkampfleistung). Dies bedeutet, daß diejenigen Triathleten, die die höheren Testgeschwindigkeiten für definierte Laktatkonzentrationen aufwiesen, auch die schnelleren Schwimm-, Rad- oder Laufzeiten im Wettkampf erreichten.

Die für den Teilabschnitt Radfahren beim Triathlon über die Mitteldistanz (Stein) errechnete nicht signifikante Verbundenheit (r = 0.51) steht im Gegensatz zu dem vier Wochen früher in Landau erhaltenen Ergebnis für den Kurztriathlon (r = 0.83, p<0.01). Als Gründe hierfür dürften einerseits unterschiedliche Trainings- und Wettkampfmaßnahmen mit wesentlichem Einfluss auf kurzfristige Änderungen im oxidativen System in Frage kommen (FÖHRENBACH 1986).

Andererseits können wir davon ausgehen, daß sich gerade im zeitlich längsten Teilabschnitt unterschiedlich verwendete Materialien und Fahrtechniken oder gar Raddefekte bemerkbar machen und bei der Interpretation der erhaltenen differenten Ergebnisse berücksichtigt werden müssen.

Die in Stein erreichten Wettkampfgeschwindigkeiten von im Mittel 1,45 ± 0,11 m/s lagen gegenüber der VLA4 (1,19 ± 0,12 m/s) bei hohem korrelativen Zusammenhang (r = 0,91) um 18 Prozent höher. Dies ist in erster Linie auf den in einem Kanal mit der Strömung durchgeführten Wettbewerb zurückzuführen. Die Teilnehmer berichteten zusätzlich über eine etwas zu kurze Strecke. Grundsätzlich kann man jedoch davon ausgehen, daß aufgrund der relativ kurzen Belastungszeit gegenüber den anderen Teildisziplinen im Schwimmen ein höherer anaerober Anteil an der Energiebereitstellung beansprucht und durchgehalten werden kann. Dies ist zumindest für den Kurztriathlon mit Laktatkonzentrationen von 7 bis 11 mmol/l belegt (HAAS u.a. 1987, KÖHLER u.a. 1987). Die von den untersuchten Triathleten in Landau erzielten mittleren Schwimmgeschwindigkeiten (1,34 ± 0,04 m/s) lagen gegenüber der VLA4 ebenfalls um 11 Prozent höher. Im weiteren Wettkampfverlaufließen sich für die Teilabschnitte Radfahren und Laufen (Stein) jeweils um 12,8 Prozent niedrigere Geschwindigkeiten (bei 87,2 %) im Vergleich zur VLA4 ermitteln. Verglichen mit der Laktat-Leistungskurve könnten wir somit bei durchschnittlich erzielter Radgeschwindigkeit von 34,8 ± 2 km - unter Vernachlässigung der aus dem Schwimmen resultierende Azidose - auf Laktatkonzentrationen von ca. 2 bis 3,5 mmol/l schließen.

Für das Laufen ergeben sich für die durchschnittlich erzielte Geschwindigkeit von 4,23 ± 0,32 m/s noch niedrigere Laktatkonzentrationen von ca. 1,5 bis 2,5 mmol/l, was in Übereinstimmung mit den nach dem Mitteltriathlon in Roth erhaltenen Laktatkonzentrationen steht und auf die deutlich reduzierte Glykogenverwertung zugunsten der Lipidutilisation weist.

Trainingsanalyse und -steuerung

Von einem der erfolgreichsten Triathleten der letzten Jahre, S. Tinley, wurden wöchentliche Trainingsvolumina von 19 bis 20 km (Schwimmen), 640 bis 700 km (Rad) und 80 bis 96 km (Laufen) publiziert (Runners world, 5/1988, BREMER 1987). Stellen wir diese Daten den von unseren Spitzenathleten errechneten Mittelwerten gegenüber, dürften im Schwimmen diese Anhaltswerte nahezu erreicht bzw. von einigen sicher auch übertroffen werden. Im Laufen würde rund eine Trainingseinheit und im Radtraining zwei bis drei Einheiten zum Erreichen dieser Daten fehlen.

Unsere besten Triathleten sind - vielleicht mit Ausnahme des Radtrainings - hinsichtlich des Trainingsumfangs dicht an der Schwelle angelangt, oberhalb der sich durch eine weitere Extensivierung des Trainings Grenzen für Leistungsverbesserungen ergeben. Von einer biologisch orientierten Intensitäts- und Regenerationsgestaltung im Trainingsprozess sind hingegen günstige, die aerobe Leistungsfähigkeit deutlich beeinflussbare Reaktionen zu erwarten.

Das Ziel einer geschwindigkeitsoptimierten Trainingssteuerung liegt darin, in sportartspezifisch angelegten Testverfahren die individuelle Laktat - (Schwimm-, Rad- und Lauf-) Geschwindigkeits-Beziehung zu ermitteln und bestimmten trainingsmethodischen Zielstellungen zuzuordnen, so daß differenziert nach biologisch-metabolischen Gesichtspunkten trainiert werden kann.

Die im Eingangstest erzielte VLA4 jeder Disziplin wurde als 100-Prozent-Intensität angenommen und die im Training realisierten Geschwindigkeiten hierzu in Beziehung gesetzt. Dabei ergaben sich für die im Schwimmen verwendeten Trainingsmethoden bzw. -geschwindigkeiten (Dauerschwimmen, lange und kurze Intervalle) Prozentsätze von 81,9 ± 10 Prozent, 102 ± 4 Prozent und 112,8 ± 6 Prozent. Im Mittel würde dies entsprechenden Laktatkonzentrationsbereichen von 1 bis 2, von 4 bis 6 und 8 bis 10 mmol/l entsprechen. Die komplexe Belastungsstruktur entspricht den modernen Trainingsprinzipien im Schwimmen sowie den spezifischen metabolischen Beanspruchungen im Wettkampf. Aus unserer Sicht fehlen jedoch extensive Intervallbelastungen (2 bis 8 Minuten), die zu einem maximalen Laktat-Steady-state um 3 mmol/l führen.

Am Beispiel der Testdaten eines Triathleten auf der Langdistanz sind die Möglichkeiten einer schwimmgeschwindigkeitsoptimierten Vorgehensweise für Intervall- und Dauertrainingsmethoden mit unterschiedlichem biologischem Beanspruchungsgrad, beurteilt an der Blutlaktatkonzentration, dargestellt. Im Radtraining wurde mit zwei Trainingsmethoden (Dauer- und Intervallbelastung) mit durchschnittlich 78,5 ± 6 Prozent und 114,5 ± 4,4 Prozent zur VLA4 trainiert. Während hier für die erste Trainingsmethode minimale Laktatkonzentrationen um 1,5 mmol/l mit entsprechenden minimalen Herzfrequenzen von ca. 100 bis 120 Schlägen/min zugeordnet werden können, ergeben sich für die Intervallgeschwindigkeiten Laktatkonzentrationen in einer Größenordnung von ca. 7 bis 10 mmol/l, sofern es sich um eine Belastungsdauer um > 5 Minuten handelt.

Bedingt durch einen hohen Glykogenumsatz in der Zeiteinheit kann in solchen Sportarten wie Rudern, Radfahren und Marathonlauf in aerob-anaerober Stoffwechsellage nur mit geringem Umfang trainiert werden. Dennoch dürften neben dem dominierend durchgeführten Fettstoffwechseltraining bei rund 28 km/h und den wettkampfähnlichen anaeroben Geschwindigkeiten im Training um 41 km/h solche für die aerobe Leistungsentwicklung notwendigen metabolischen Bereiche mit leicht azidämischen Reaktionen um 2 mmol/l nicht fehlen.

In Anlehnung an die im Kurz- und Mitteltriathlon erreichten Geschwindigkeiten zwischen 35 bis 39 km/h kommt, ebenso wie für die im Marathonlauf vorliegenden Verhältnisse, ein Laktatbereich von 2 bis 3 mmol/l in Betracht, den wir aus methodischen Gründen als 100-Prozent-Intensitätsbereich betrachten wollen. Die für unterschiedliche Trainingsmethoden in Frage kommenden Laktat-Geschwindigkeits-Bereiche liegen je nach der Aufgabenstellung, der Periodisierung sowie in Abhängigkeit vom Kurz- oder Mittel-/Langspezialisten schwerpunktmäßig zwischen 70 bis 90 Prozent; in der Intensivierungsphase auch oberhalb 3 bis 6 mmol/l Laktat. Als zusätzliche Information in der Intensitätssteuerung kann besonders im kupierten Gelände bzw. wechselnden Windverhältnissen neben der Geschwindigkeit auf die im Test dokumentierte Herzfrequenz zurückgegriffen werden.

Energiebereitstellung
Überwiegend Fette Fette
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate
aerob
Kohlenhydrate
anaerob
regenerative Geschwindigkeit extensive Geschwindigkeit intensive Geschwindigkeit wettkampfspezifische Geschwindigkeit extensive Wiederholung
Umfang ≥ 120 km 75 - 120 km 30 - 75 km 5 - 20 km 1,5 - 4 km
Dauer ≥ 240 min 120 - 240 min 60 - 120 min 10 - 35 min 2 - 5 min
V (km/h) ≤ 29 29 - 34 34 - 38 38 - 41 41 - 45
HF (S/min) < 120 120 - 140 140 - 160 160 - 175 > 175

Tabelle 1 Möglichkeit einer radgeschwindigkeitsoptimierten Vorgehensweise im Training unter Berücksichtigung des Belastungsumfangs, der dominierenden Energiequelle sowie der Laktat-Herzfrequenz-Belastungsbeziehung am Beispiel des erfolgreichsten Triathleten 1989.

In der Tabelle 1 sind die trainingsmethodisch abgestuften Laktat-Geschwindigkeits-Bereiche mit zugehörigen Herzfrequenzen sowie einer groben Einschätzung der dominierenden Energiequellen am Beispiel des erfolgreichsten Triathleten 1989 dargestellt. Im Lauftraining wurden von den untersuchten Triathleten drei Trainingsmethoden (Dauerlauf, Tempolauf lang bzw. kurz) angegeben, die ähnlich wie bei den Verhältnissen im Radtraining als Schwerpunkt den Dauerlauf mit 77,6 Prozent (3,7 m/s) an der VLA4 trainierten.

Längere Tempoläufe wurden mit 95 Prozent und kurze Wiederholungen mit 120 Prozent realisiert. Den durchschnittlich trainierten Dauerlaufgeschwindigkeiten mit einem Kilometerschnitt von 4:30 Minuten und einer zugehörigen Herzfrequenz von rund 130 bis 150 Schlägen/Minute entsprechen ebenso wie im Radtest minimalen Laktatkonzentrationen von im Mittel 1,5 mmol/l (vgl. Abbildung 3). Während für die längeren Tempoläufe im Mittel durchaus günstige Belastungsintensitäten zur Optimierung der oxidativen Kapazität vorlagen, fehlten solche Belastungen im Bereich einer beginnenden Laktatproduktion mit der hierfür in Frage kommenden Trainingsmethode: kurzer intensiver Dauerlauf.

Belastungsvorgehen anhand des Feldstufentests

Abbildung 4 Möglichkeit des Belastungsvorgehens anhand der im aeroben Feldstufentest (6 x 2323m) unter sportartspezifischen Bedingungen ermittelten Laktat-Laufgeschwindigkeitsbeziehung unter Zuordnung bekannter Bezeichnungen aus der Trainingslehre.

Am Beispiel eines Marathonläufers sind entsprechend unseren Vorstellungen auch hier trainingsmethodische und Laktat-Laufgeschwindigkeits-Bereiche verknüpft und dargestellt (Abbildung 4).

In allen drei Disziplinen besteht nach unseren Untersuchungsergebnissen und Erfahrungen die Möglichkeit, über den Einsatz bisher kaum verwendeter Trainingsmittel die aerobe Kapazität anzuheben.

Allerdings nimmt die Gefahr einer katabolen Stoffwechselsituation bei Verwendung intensiver Trainingsmittel zu, so daß während solcher Trainingsphasen die verstärkte Zusammenarbeit mit erfahrenen Sportwissenschaftlern und -medizinern unter Einbezug systematischer Kontrolluntersuchungen anzuraten ist.

Literatur

Literatur in:
  1. Föhrenbach, R.

    Leistungsdiagnostik, Trainingsanalyse und -steuerung bei Läuferinnen und Läufern verschiedener Laufdisziplinen. Konstanz 1986.